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Weihnachtsgeschenke
Sie haben ihre christliche Wurzel
in dem Bibelwort 'Also hat Gott die Welt geliebt', in seinem
Erlösungsgeschenk an uns in Gestalt seines eingeborenen Sohnes.
Ein Geschenk, das durch nichts übertroffen werden kann, nur
durch den Versuch, ihm so gut wie möglich nachzufolgen.
Die Weihnachtsgeschenke sind
jedoch auch eine Erinnerung an die Gaben, die die Heiligen Drei
Könige dem Jesuskind darbrachten.
Beides soll in der Liebe
weiterleben, mit der Weihnachtsgeschenke ausgetauscht werden,
was schon darauf hinweist, dass es nicht um irdische Geschenke
geht, sondern um Sinnbilder für die Gottes- und Nächstenliebe,
die wichtiger ist als die kostbarsten Sachen. Das irdische
Gegengewicht und auch der Wunsch nach gewaltigen und reichen
Gaben steckt in der zweiten, in der nichtchristlichen Quelle des
Gebens; der Weihnachtstermin deckt sich mit dem der Saturnalien,
den römischen Feiern zu Ehren des Gottes Saturn. Dies galt als
der Jahresanfang, die römischen Beamten und Sklaven wurden mit
Geschenken belohnt. Jenseits der Alpen in Germanien stellten die
Dienstherren ebenfalls zum neuen Jahr neue Knechte und Mägde ein
und das Gesinde wurde mit reichen Geschenken weiter
verpflichtet.
Schließlich war es Sitte, die
Kinder zu beschenken, was mit dem Christentum von den Perchten
und Luzelfrauen auf die Heiligen überging, vor allem auf Martin
und Nikolaus. Bis ins vorige Jahrhundert hinein ist vor allem
den Kindern beschert worden, im Biedermeier hängte man die
Geschenke in kleinen Päckchen ganz hoch in den Baum, so dass sie
die Kinder nicht vorzeitig erreichen konnten.
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