Partizipation – Kinderstube der
Demokratie

Unsere
Kindertagesstätte war beteiligt am Modellprojekt „PARTIZIPATION –
Kinderstube der Demokratie“ des Landes Schleswig-Holstein.
Das Thema in
unserer Kita, die nach dem Konzept „offener Kindergarten“
arbeitet, war:
Wir haben jetzt
eine Verfassung.
Das Projekt wurde
gefördert vom Ministerium für Justiz, Frauen, Jugend und Familie
des Landes mit finanzieller Unterstützung durch das Ministerium
für Umwelt, Natur und Forsten des Landes. Das Kita-Team wurde
während des Projektes fachlich und wissenschaftlich von Pädagogen
begleitet. Da wir als letzte Einrichtung erst im Frühjahr 2003 mit
unserem Projekt begonnen haben, geht die Arbeit mit den Kindern
noch weiter und auch die fachliche Begleitung aus Kiel kann in
Anspruch genommen werden.

Inzwischen gibt es
bei uns in jeder Gruppe Delegierte (Sprecher). Die Gruppen sind
jeweils in zwei Kleingruppen aufgeteilt mit einem Erzieher/einer
Erzieherin und zwei Delegierten, die in unterschiedlichen
Wahlverfahren von den Kindern gewählt wurden.
Der nächste
Schritt ist eine Delegiertenkonferenz, in der über
Anliegen/Wünsche/Regeln, Planungen und Veränderungen ausgetauscht
wird. Die Ergebnisse fließen dann wieder in die Gruppen zurück.
Ansonsten liegt
uns die Beteilung der Kinder in unserer Kita sehr am Herzen. Wir
schaffen gemeinsam viele Entscheidungsspielräume, um die
Selbstbildungsprozesse der Kinder zu unterstützen.
Wir versuchen die
Kinder an allen sie betreffenden Angelegenheiten zu beteiligen,
was bei uns Erwachsenen eine hohe Verantwortungsbereitschaft
erfordert und die Bereitschaft von „Machtabgabe“ voraussetzt.
Partizipation
braucht Erwachsene:
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die Kinder unterstützen
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die sich für die Weltsicht
der Kinder interessieren
-
die Kinderbeiträge ernst
nehmen
-
die Kindern Möglichkeiten
geben, eigene Entscheidungen zu treffen und diese auch
auszuprobieren
-
die die Entscheidungen von
Kindern durch ein größtmögliches Maß an Informationen
absichern
-
die Kinder Forscher und
Entdecker ihrer Lebenswelt sein lassen
-
die ihre Verantwortung als
Erwachsene behalten
-
die als Erwachsene – wenn es
denn sein muss – es auch mal „besserwissen“ müssen/können
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Kinder können
lernen sich einzumischen, mitzugestalten, Lösungen zu entwickeln
und zu finden. Eigene Positionen zu finden und diese auch zu
vertreten.
Interessant ist
immer wieder der Austausch von Großen und Kleinen in unserer Kita.
Partizipation verändert die Beziehung zwischen Kindern und
Erwachsenen. Interessant ist der Umgang mit Entscheidungen und die
Akzeptanz von Entscheidungen.
Gelebte
Entscheidungsprozesse ergeben eine tragbare Entscheidung. Uns als
Erwachsenen macht diese „Partizipation“ mit den Kindern viel
Freude und hat eine neue Dynamik in unsere Kita gebracht.
( Text :
P. Schröder )
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