Das Leben in der Krippe

 

Wie bereits im Elementarbereich beschrieben, haben auch die Erzieherinnen in der Krippe pädagogische Schwerpunkte:

                    Kreativität

                    Musik

                    Wahrnehmung und Entspannung

                    Psychomotorik

                    Religionspädagogik

Die Sprachförderung zieht sich durch alle Projekte und wird insbesondere durch Bilderbuchbetrachtung, Singkreis und spezielle Spiele gefördert.

In unserer Einrichtung bieten wir eine ganztägige Krippenbetreuung für Kinder vom 1. – 3. Lebensjahr an. Unsere Krippe besteht seit Dezember 2009.

Die beiden Krippenräume geben den Kindern die Möglichkeit in einer angenehmen Atmosphäre ihre Umwelt zu erforschen, Raum-Erfahrungen zu
machen, Bereiche für Bewegung und Kuscheln zu finden, zum Bauen und Malen, Kneten und Bilderbücher anschauen. Zum Schlafen und Ausruhen können
sich die Kinder auf Matratzen, Bettchen oder Körbchen zurückziehen. In unserem Bad haben wir Gelegenheit Wasserspiele an einem langen Waschbecken
oder Schaumspiele am großen Spiegel oder einer Matte auf dem Boden zu machen.
Durch eine ausziehbare Treppe können die Kinder alleine auf den Wickeltisch
klettern und durch ein Blumenfenster Kontakt zum Gruppenraum halten. Unser Flur wird auch zum Spielen genutzt. Den geraden Spiegel mit Haltestange
finden alle Kinder gut. Unsere Schaukel oder Hängematte, die oft aufgehängt werden, werden immer gerne genutzt.
Zum Spielen und toben ist unser großer
Außenbereich für alle Kinder geeignet. Hier treffen die Krippenkinder mit Kindern der anderen Gruppen zusammen.

Kreativität

Kinder besitzen eine angeborene Experimentierlust und Gestaltungsfreude. Wir bieten ihnen Gelegenheit, Erfahrungen zu machen wie sie selbst Spuren
erzeugen und hinterlassen können. Viele Materialien sollen ihnen dabei helfen, z.B. Fingerfarben, Lebensmittelfarben, Quark, Kleister. Alle Sinne werden
angesprochen, auch durch Einbeziehung des ganzen Körpers. Ergänzend zu den Glasmal- und Schmierfarben gibt es verschiedene Stifte und Kreiden für
Papier und Wandtafel. Reißen und Schneiden mit vielen Papiersorten schaffen ganz unterschiedliche Erfahrungen. Die Schnipsel werden von den Kindern
hingebungsvoll mit Kleister übereinander und nebeneinander geklebt. Das Arbeiten mit Knete und Ton ist sehr beliebt. Mit Naturmaterialien wir Steinen,
Sand, Zapfen und Stöckchen wird den Kindern Raum gegeben, weitere Möglichkeiten zu erproben und kennen zu lernen.

Durch die Materialien, die bereitgestellt werden z.B. Malkittel, Fingerfarben oder Scheren, Klangschalen, Klanghölzer usw. werden die Kinder zum Mitmachen motiviert.

Wahrnehmung und Entspannung

Aufmerksam nehmen Kinder von Kopf bis Fuß wahr, was ihnen das Leben bietet. In diesem Projekt werden verschiedene Sinne ganz bewusst angesprochen
und gefördert.
Sinnliche Wahrnehmung mit dem ganzen Körper und allen Sinnen.

Dies ist immer wieder auch mit Stille und Entspannung verbunden, sich ganz bewusst spüren und wahrnehmen. Z.B. wenn das Kind eine Klangschale
auf den Bauch gelegt bekommt, hören und spüren was passiert.
Jedes neue Sinnliche Erlebnis fördert die Entwicklung des Kindes. Diese Erlebnisse
steigern die Vernetzung von Nervenzellen im Gehirn. Die wir für die intellektuelle Entwicklung benötigen.

Es wird die Zusammenarbeit der Sinne gefördert z.B. bei einer Traumreise, wo sich das Kind spürt, in sich hineinfühlt und zuhört.

Wahrnehmung mit allen Sinnen fördert auch die Konzentration, Aufmerksamkeit und Ausdauer.

Psychomotorik

  

Psychomotorische Bewegung ist eine gute Ergänzung für den ganzheitlichen Entwicklungsprozess des Kindes, für seine individuelle,
harmonische Persönlichkeitsentfaltung.

Dadurch gelingt dem Kind eine Zunahme von Erfahrungen, Sicherheit, Selbstständigkeit, Selbstvertrauen.

Weitere Auseinandersetzung mit sich selbst, mit den es umgebenden Personen und mit den Dingen seiner Mit-/Umwelt.
Erwerb vielfältiger Kompetenzen und Entfaltung der Persönlichkeit.

Religionspädagogik

Glaube beginnt als ein Gefühl, wo die Erzieherin eine biblische Geschichte auswählt und die Kernaussage für die Kinder erlebbar machen möchte:
„Mit Gott kann ich Geborgenheit erleben.“ Nach dem anschaulichen Erzählen der Geschichte mit Gegenständen lädt sie die Kinder ein zum
Nachgestalten, Nachspielen, Bewegung, Ganzheitlichkeit, Anschaulichkeit.
Dann merkt man Gefühle wie Freude, Geborgenheit, Gemeinschaft,
Mut, Hoffnung, auch Traurigkeit und Wut können geweckt und erlebt werden. In der religiösen Begleitung der Kleinsten werden kurze, einfache Dinge benutzt.

Religion ist immer ganzheitlich. Sie hat mit der ganzen Person und allen Sinnen zu tun.

Religiöse Begleitung versteht sich immer als Angebot – die Entscheidung liegt beim Kind.

 

Musikprojekt in der Krippe

Krippenkinder entwickeln sich im sprachlichen und musikalischen Bereich, durch Imitation. Sie imitieren Töne, Sprache und Liedtexte der Erwachsenen.

Viele Kinder singen einen „Singsang“ und tanzen im Alltag, bevor sie die Sprache entdecken.

Durch Reime, Lieder und Geschichten werden sie spielerisch in der Entwicklung, der Wahrnehmung, der Motorik und der Konzentration gefördert,
Kommt ein Kleinkind früh mit der Musik in Berührung, entwickelt es früh die Sprache, Motorik und Rhytmusgefühl.

Die Kinder erleben die Musik im täglichen Singkreis vor dem Mittagessen und in Kleingruppen mit max. 4 Kindern.
Wir verwenden körpereigene Instrumente, Naturmaterialien und Gegenstände aus dem  Haushalt, Orffsche Instrumente wie z.B.
Klangstäbe, Glockenspiel, Xylophon und Rasseln, auch Trommeln verschiedener Arten und Größen.

Die Gitarre ist bei den Kindern ein sehr beliebtes Instrument. Es entstehen Lieder und kleinere Klanggeschichten.
Nach jedem Musikprojekt singen wir ein immer wiederkehrendes Abschlusslied. Daran erkennen sie das Ende der Stunde.

Zu unseren Ritualen gehören die kirchlichen Festen, Ostern, Erntedank und Weihnachten, dann Fasching Sommer- oder Lichterfest.
Zusätzlich der Singkreis. Kinder brauchen Rituale um Sicherheit und Vertrauen aufzubauen.

Es ist uns sehr wichtig die Kinder zur Selbstständigkeit und Selbstentscheidung zu erziehen.

So leiten wir sie an sich selbst an- und auszuziehen,, das Essen selbst aufzufinden, sich selbst zu waschen oder allein die Zähne zu putzen.
Sich selbst zu entscheiden, ist für die Kinder eine Lernerfahrung, die erst langsam reift. Um die Kinder darin zu fördern haben wir z.B.
eine Kiste mit allen Liedern und Singspielen erstellt. Jedes Lied wurde auf eine eigene Karte geschrieben und mit einem geeigneten Bild versehen.
So kann reihum jedes Kind einmal entscheiden, was im Singkreis gesungen oder gespielt wird.

Ausflüge:

Die Kinder lieben unseren Krippenwagen und freuen sich auf jeden Tag, an dem wir ihn benutzen. Bei schönem Wetter können 6 Kinder in ihm Platz nehmen.
Die Größeren müssen laufen. Dann machen wir einen Ausflug zu einem Spielplatz in Quickborn.

Wir fahren immer mal wieder einen anderen Platz an und sind gespannt ob ein Kind ihn erkennt.
Ein Tag mit einem Picknick ist besonders schön. Manchmal besuchen wird auch die Eltern am Teich oder schauen mal wo die Kinder wohnen
und erzählen mit ihnen darüber.

Elternarbeit

Eltern und Erzieher arbeiten eng zusammen um dem Kind eine vertrauensvolle Umgebung zu schaffen wo es sich wohl und geborgen fühlt.

Schon bei der Eingewöhnung braucht das Kind unbedingt die Begleitung eines Elternteils. Bei dem Elterngespräch wird darüber
ausführlich gesprochen. Die Bring- und Abholzeit wird immer genutzt, um kleine Gespräche über Tagesänderungen oder Gewohnheiten
der Kinder zu führen. Elterngespräche finden einmal im Jahr fest und sonst bei Bedarf statt, Elternabende werden ein- bis zweimal im Jahr angeboten.
Zum Austausch zwischen den Eltern und Eltern und Erzieher werden auch immer die Feste genutzt. Darüber hinaus haben wir auch jedes Jahr
eine Gartenaktion die eine rege Beteiligung von Eltern und Kindern hat.