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Die Interessen und Bedürfnisse von Mädchen stehen hier uneingeschränkt im Mittelpunkt der Arbeit. Die Mädchen werden ernst genommen, ihnen wird Unterstützung und Schutz zuteil. Eigene Lebensentwürfe werden ebenso akzeptiert wie neue Wege aufgezeigt.
Realisiert werden diese Grundsätze durch geschlechtshomogene offene oder geschlossene Angebote für Mädchen, in denen sie in geschützten Räumen eigene Erfahrungen machen und sich mit anderen auseinandersetzen können. Ohne Negativbewertung können die Mädchen sich selbst erleben und ihre Fähigkeiten und Stärken entdecken.
Aber auch in gemischtgeschlechtlichen Angeboten wird Mädchen diese Wertschätzung und dieser Arbeitsansatz, der gleichzeitig auch Lebenseinstellung ist, zuteil.
Eine wesentliche Bedingung für die Mädchengruppe ist daher, dass eine Frau mit den Mädchen arbeitet, da sie zum einen die gesellschaftlichen Machtstrukturen aus eigenem Erleben kennt und zum anderen für die Mädchen als Vorbild- und Identifikationsfigur dienen kann.

(Text: C. Fraß)
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